Sie starre ins Leere. Das Einzige was sie wahrnahm, war das Nichts um sie herum. Es füllte sie ganz aus. Das schwarze Nichts, die kalte Leere. Der Rest verschwamm vor ihren Augen. Sie spürte den Wind nicht, der um sie herum an ihren Kleidern zerrte. Der sie immer weiter nach vorne trieb, Millimeter für Millimeter. Sie sah das aufgeschäumte Meer nicht, dass vor ihr unausweichlich an die Klippen peitschte und nach ihr rief. Sie spürte seinen eiskalten festen Griff um ihr Herz. Aber sie nahm in nicht wahr. Sie wusste, dass er da war. Aber es war ihr egal. Das graue Meer schien passend zu sein. Diese graue Stille verschluckte sie. Sie wusste nicht, ob sie im Meer weniger ertrinken würde, als sie es grade tat. Ihre Tränen wurden vom Wind mitgerissen. Alles wurde von ihr fortgetragen. Nichts, dass sie vor dieser Einsamkeit bewahrt hätte. Nichts was ihr blieb. Kein Lächeln, kein Strahlen, keine Träne. Der Wind trug es hinaus und lies sie alleine zurück. Schutzlos. Allein.
Würde es etwas ausmachen, wenn der Wind sie mitnehmen würde? Würde es etwas ausmachen, wenn sie sich dem Ruf des Meeres hingeben würde? Würde es etwas ausmachen, wenn sie ihren Tränen folgen würde? Sie wusste nicht, wen es kümmern sollte. So wie die Blitze am Himmel für Sekunden nachhallten und dann verschwunden waren, so würde es mit den Erinnerungen an sie sein. Ein kurzes Nachhallen würde alles mit sich nehmen und in den Weiten des grauen Himmels verloren gehen. Was hielt sie noch? Diese paar Schritte, die sie schon gegangen war. Sie wusste, dass ein weiterer genügen würde. Sie stand am Abgrund. Es gab keinen Grund umzudrehen, wenn man ihre Vergangenheit sah. Es gab keinen Grund stehen zu bleiben, wenn man ihre Gegenwart sah. Es gab keinen Grund vorwärts zu gehen, wenn sie nicht gewusst hätte, dass das Meer vor ihr nach ihr rief. Der Wind zerrte an ihr, das Meer rief nach ihr und alles was sie gehalten hätte, war in der grauen Kälte des Nichts untergegangen. Wenn es noch einen Bindfaden gehabt hätte, der sie hielt, so war er von der fehlenden Hoffnung durchtrennt worden. Wenn das Meer die Hand ausstreckt und sie in den bezauberten Saal des Todes führt, wie konnte sie da diese Aufforderung verweigern? Es war so einfach zu fliegen.

Juhuuuuuuuuuuuuuuuuu
10.000 Aufrufe hat der Blog schon überstanden *freu* und ich bin immer noch am schreiben.
Das sollte gefeiert werden. Mein Blog hat Geburtstag.
Ich weiß auch schon wie das gefeiert wird. Nämlich heute abend in Stuttgart Rohr, mit einen kleinen Konzertle von Kilian Mohns.

mikesyariversideHabe grade an dir die Flügel eines Engels gesehn. Ganz kurz waren sie da. Ganz kurz nur, aber sie haben dir eine Gabe verliehen. Eine Gabe, die mir wieder Mut macht. Mich wieder an das wesentliche erinnert. Mir helfen, meine eigenen Flügel wieder zu sehen. Wieder fliegen zu können. Mit deiner Hilfe.

Danke, dass du die richtigen Worte findest, wenn es kein anderer tut.
Danke, dass du siehst was andere nicht sehen.
Danke, dass du du bist und mir Kraft schenkst.
Danke, dass du dann ein Engel bist, wenn ich denke, dass alles andere an mir abprallt und ich alleine bin.
Danke, dass du die richtigen Worte findest, die mich daran erinnern, wo Gott ist und das er immer da ist.

So weit weg und doch so nah. Mein Engel sitzt in einem fernen Land und hilft auch dort, die Menschen daran zu erinnern, dass sie Flügel haben.

Ich habe das Gefühl auserhalb des Kreises zu stehen und nicht dazu zu gehören.
Du stehst im Kreis, du merkst es bloß nicht.

Wahrscheinlich stimmt das sogar, aber ich stehe mir selbst im Weg.

I’m standing here in front of you my lord
I see your face and wonder just how beautiful you are
you touch my hand and now I know you’re the only one I need
You give me strengh when I am weak
I belong to you

I will worship you with all of my life
I will praise you with all that I am
You are my shelter when I am alone
I love you and I pray to you

I’m waking up the night is over the day has now begun
But still I see your lovely face I just can’t let you go
you say that you will be with me even when I don’t see you
so take my life and take my soul
take me to paradise

I will worship you with all of my life
I will praise you with all that I am
You are my shelter when I am alone
I love you and I pray to you

I will worship you with all of my life
I will praise you with all that I am
You are my shelter when I am alone
I love you and I pray to you

Verlorene Einsamkeit
Ich stehe da, an einem neuem Morgen. Die Nacht ist vorbei und alles liegt hinter mir. Und ich habe das Gefühl irgendwas fehlt. Aber ich weiß, dass du da bist. Weil du mir ein Versprechen gegeben hast, dass du nicht brichst. Nie brechen wirst. Es beruhigt mich, zu wissen, dass das Gefühl, dass ich habe nicht die Macht über dieses Versprechen hat. Denn dein Wort ist größer als mein Gefühl verloren zu sein.
Ich wache auf, an einem neuen Morgen und schaue mir den Himmel an. Ich frage mich wo das Paradies liegt. Weil meine Gedanken mich grad immer wieder dorthin tragen, aber den Weg nicht wissen. Auf einer Irrfahrt durch das Leben bringt mich dein Licht zum Ziel. Weil du mein Leben und meine Seele in deiner Hand hälst. Es gibt keinen besseren Platz wo diese beiden Dinge aufgehoben sind.
Ich stehe da, an einem neuen Morgen. Der Abend ist vorbei, doch das Gefühl ist wieder da. Irgendetwas kann ich nicht beschreiben, auch wenn ich es gerne könnte. Ich habe dich in diesem Gefühl kennen gelernt und weiß, dass du mich auch in diesem Gefühl nicht alleine lässt. Ich weiß nicht was die Zukunft bringt, aber ich weiß, dass ich nicht alleine sein werde, wenn ich Schritt für Schritt meine Zukunft zur Gegenwart werden lasse.
Ich wache auf, an einem neuen Morgen. Der Abend ist vorbei und die Einsamkeit ist verloren gegangen.

Seifenblasen in Holland

Tränen, die glitzern
im Licht wie Diamanten.
Augen, die leuchten
in der Dunkelheit wie Sterne.
Hände gefaltet,
ein Gebet an das Licht.
Hilfe, Hoffnung und alles dazwischen.
Worte werden gesagt
die man nicht mit Tönen sagen kann.
Ein gefühl, allbekannt
das nicht umschrieben werden kann.
Keine Liebe, keine Trauer, keinen Hass
nur Hoffnung und Glück
und alles dazwischen.
Auf der Suche
und doch schon gefunden.
Wie eine Sternschnuppe
oder ein Herz
in der Luft gemalt.

Seifenblasen in Holland

ArsonIch bin grad echt total kaputt und fertig. Aber einfach nur glücklich. Wie der Fabi so schön gesagt hat „am schweben“. Ein besseres Wort würde mir echt nicht einfallen.
Ich glaube, bis ich es wirklich realisiert hab, dass wir es geschafft haben dauert es noch eine Weile. Das wir es wirklich hinbekommen haben, dass Festival zu organisieren und das wir es geschafft haben. Das eigentlich nichts größeres schief gegangen ist, dass alles gepasst hat und dass die kleinen (und größeren) Schwierigkeiten doch geschafft und überwunden wurden.
Emotional bin ich glaube ich grade wirklich aufgelöst und wahrscheinlich würde mich irgendwas banals sofort wieder zum heulen bringen. Ich bin Gott und allen Leuten die uns unterstützt haben so dankbar. So Dankbar, dass es geklappt hat.
Wie gesagt ich glaube ich hab es immer noch nicht realisiert. Dass all die Leute die sagen „Das Heartrock-Festival war hammer“, uns meinen. Das sich 1 1/2 Jahre Arbeit ausgezahlt haben. Das diese 6 Bands gekommen sind um unser Festival zu rocken. Das Tat, CEiL, Sacrety, Arson, Claas P. Jambor und MUYM die Halle gerockt haben, in der ich als kleines Kind in der Grundschule Sport hatte. Das sie Hildrizhausen gerockt haben. Dass die ganzen Helfer das gemacht haben, was wir ihnen gesagt haben. Dass sie uns geholfen haben, dass alles geklappt hat. Dass sie alle so hammer waren, dass wir eigentlich garnichts mehr zu tun hatten. Es ist wirklich super gelaufen. Dass die Technik unsere Halle, die Bühne innerhalb von einem Abend zu einer richtigen Rockbühne umgewandelt haben. Das sie sich so viel Zeit und Mühe mit unserem Festival gemacht haben.
Ich sag ja ich könnt glatt wieder heulen, wenn ich daran denk wie gut alles funktioniert hat und wie viel ich aus dem Abend mitgenommen habe. Glaubt mir, dass vergesse ich nie wieder in meinem Leben. Der ganze Abend. Ich bin immer noch überwältigt.
Worship PartWahrscheinlich lauf ich die nächsten Tage wie in Trance durch die Gegend. Ich könnts mir echt gut vorstellen. Naja oder ich lieg im Bett, weil ich glaube, dass ich jetzt total krank bin. Aber das wars wert. Auf alle Fälle.
Ich hab glaube ich echt die Befürchtung, dass ich das ganze Organisieren vermissen werde. Das ist so ein Teil von meinem Leben geworden. Nach dem Festival weiß ich, dass ich es wirklich machen will. Eventmanagerin werden.
Musik und auf Konzerte gehen. Selber welche veranstalten. Ich will es einfach hinbekommen und ich weiß nun, dass ich das was ich mir vornehme irgendwie schaffe. Wenn ich Leute an meiner Seite habe, die zu mir stehen, dann schaffe ich es.
Ich hab innerhalb der Zeit, in der die Idee entstanden ist und dem gestrigen Tag eines gelernt und es ist mir gestern nochmal total bewusst geworden, nach dem das Festival so plötzlich aus war. Nachdem so viele Leute auf mich zugekommen sind, mir gratuliert haben und mich in den Arm genommen haben. Das ich vorallem eins aus der Zeit mitgenommen habe. Neue Freunde und Leute auf die ich mich verlassen kann. Leute die zu mir stehen.
Wenn ich daran denke, wie oft ich mit der Angst gelebt habe, alleine zu sein. Und jetzt weiß ich ganz genau, dass ich immer Freunde an meiner Seite habe und das ich nie wieder allein sein werde. Ich weiß, dass Gott immer da ist und das er mir immer Leute schicken wird, die an meiner Seite sind. Ich weiß, dass ich nie wieder diese Angst haben muss.
Neben all den Erfahrungen die ich mitnehme, ist das glaube ich, die wichtigste Erkenntnis, die mich begleiten wird. Mein ganzes Leben lang.
Danke

… und für eine ganz bestimmte, die vielleicht weiß, dass sie gemeint ist, wenn sie diesen Text liest. Danke an euch!

15. Balinger RockfestivalIch fühl den Beat an meinem ganzen Körper. Der Bass lässt mich bis ins Innerste vibrieren.
Am Rand stehe ich und schaue der tobenden Menge zu, wie sie auf und ab springt. Wie die Jungs ihre Haare fliegen lassen und die Mädels kreischen. Es ist echt unglaublich, hier zu stehen, die Musik zu fühlen und die Jungs auf der Bühne zu sehen. Wenn ich daran denke, wie sich diese Band innerhalb von einem Jahr weiterentwickelt hat. Unglaublich. Damals waren nach fast keine Leute bei den Konzerten dabei und jetzt? Die Halle ist brechend voll und es gibt so gut wie keinen, der stillsteht.
Und ich stehe hier und kann es nicht fassen. Kann es nicht fassen, wie sich dieses Jahr entwickelt hat. Nicht nur, dass die Jungs da oben auf der Bühne so einen Bekanntheitsgrad entwickelt haben. Nein, sondern auch, dass ich weiß, dass ich nach der Show jedem Einzelnen gratulieren kann. Dass ich hingehen kann und mit ihnen reden kann. Dass ich nicht mehr nur ein Fan bin. Dass diese Jungs, die da oben abrocken, irgendwie zu meinen Freunden geworden sind.
Dass dieses Jahr zu einem Jahr voller Überraschungen geworden ist und dass ich jetzt glücklich hier stehen kann, mit dem Wissen, dass es so weiter gehen wird. Es ist echt toll. Das diese Erfahrungen nicht aufhören, daran sind zum Teil auch die Jungs auf der Bühne schuld. Sie haben mir mit ihrer Musik so viel Glauben, Gefühle und Hoffnung ins Herz gelegt. Ich weiß nicht wie oft ich ihre Lieder schon gehört hab. ich kann jedes einzelne Wort mitsingen und ich spüre immer noch die Kraft, die diese Lieder haben.
Die Musik hat mich schon zu so vielem bewegt, das ich weiß, dass ich ohne Musik nicht mehr leben könnte. Sie ist ein Teil von mir geworden. Weil Musik mich mit zu dem Menschen gemacht hat, der ich jetzt bin.

Love and the seeDer Wind zerzauste ihr das Haar und sie genoss es die Brise in ihrem Gesicht zu spüren. Es roch nach Salz und Sand. Es roch nach der Weite des Meeres und nach Freiheit.
Endlich konnte sie die Vergangenheit hinter sich lassen und neu anfangen. Sie wollte nicht an die vergangenen Zeiten denken aber es zogen trotzdem Bilder vor ihrem inneren Auge vorbei. Bilder von Dunkelheit. Bilder von verheulten Augen und schlaflosen Nächten, die sie voller Angst unter ihrer Bettdecke verbracht hatte. Sie konnte die Schreie, Streitereien und das Wimmern immer noch hören. Sie sah ihre Mutter vor sich, die versuchte zu lachen, wenn sie in ihrer Nähe war, aber ihre blauen Flecken konnte sie trotzdem nicht so leicht verstecken.
Aber all das hatte sie jetzt hinter sich gelassen. Sie war am Meer und wollte nur noch genießen. Sie wollte es genießen, dass sie das Meer hören konnte. Dass sie den Sand zwischen ihren Zehen spürte und die Sonne warm auf ihrem Gesicht fühlte. Sie war hier und nur das zählte.
Jemand schlang von hinten seine Arme um sie. Sie drehte sich um und lächelte. All die Schreckensbilder waren wie weggewischt. Der Wind trug sie aufs Meer hinaus und die Wellen spülten ihre Angst und Dunkelheit in die Tiefen des Meeres. Sie hatte jemanden gefunden, der ihr gezeigt hatte, dass es auch anders ging. Sie hatte jemanden gefunden der ihr zeigte was Liebe ist. Er zeigte es ihr immer noch. Grade in diesem Moment, in dem er sie in seinen Armen hielt, zeigte er ihr seine Liebe.
Es gab ein Gefühl, dass sie nicht beschreiben konnte, aber empfand seit sie hier angekommen war. Sie hatte nach Worten gesucht und keine gefunden. Am nächsten kam diesem Gefühl wahrscheinlich das Wort „Dankbarkeit“ aber sie wusste, dass da noch viel mehr war. Zum Beispiel die Freude auf die kommenden Wochen hier am Meer oder die Faszination die diese Situation in ihr auslöste. Das sie abends die Sterne sehen konnte und zusammen mit ihrer großen Liebe den Sonnenuntergang auf sich wirken lassen konnte. Dass sie nicht mehr alleine war. Dass sie nie wieder alleine sein würde. Nie wieder diese Angst haben musste. Sie lehnte sich an ihn an und genoss das Spektakel, das Himmel, Sonne und Wellen hervorzaubern konnte. Für sie war ein Traum in Erfüllung gegangen, der für andere so banal schien. Doch sie wusste es besser. Denn dieses Gefühl würde ihr niemand mehr nehmen können.

P.S.: Danke an Kathrin und Philipp für das tolle Bild. Eine Erinnerung an unseren tollen Urlaub =)

Everyday life is back!

Schule fängt am 14. wieder an und es sind wieder alle Familienmitglieder im Haus versammelt. Der Alltag zieht schleichend und leise wieder bei mir zu Hause ein und ich bin gespannt, was das neue Schuljahr und die nächsten Tage, Wochen und Monate mit sich bringen.
Ich lass mich überraschen und freu mich drauf. Weil das Unbekannte nicht Angst machen muss, wenn man es als großes Abenteuer ansieht!