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traenen_von_liebesschmerz2Er wird alle ihre Tränen trocknen, und der Tod wird keine Macht mehr haben. Leid, Angst und Schmerzen wird es nie wieder geben; denn was einmal war, ist für immer vorbei.
- Offenbarung 21,4 (Hoffnung für Alle)

Danke Dani …

Es ist wirklich krass. Vor zwei, drei Tagen beschwer ich mich noch, dass ich von Gott keine „JAs“ hör und heute bekomm ich gleich mehrere.
Es ist echt toll zu sehen, dass man wirklich nur zu fragen braucht und sich bei Gott beschweren muss und schon bekommt man eine Antwort.
Gott ist toll =)

„Meint ihr, Gott wird seine Kinder übersehen und ihnen ihr Recht versagen, wenn sie ihm Tag und Nacht keine Ruhe lassen? Ich versichere euch: Er wird ihnen schnellstens helfen.“
- Lukas 18, 7+8 (Hoffnung für Alle)

Donnerstag:
Der Rucksack ist schon gepackt, die Karten sind verstaut und alles, was noch nicht eingepackt werden kann ist auf einem Zettel geschrieben, der brav neben meinem Handy liegt. So ungefähr sah es abends in meinem Zimmer aus. Aber bis das endlich mal so weit war, hat es eine Weile gedauert. Denn ich habe mich noch mit der Kathrin per ICQ unterhalten und natürlich haben wir festgestellt, dass wir die Hälfte noch nicht eingepackt haben für morgen. Denn dann sollte christliche Musikgeschichte geschrieben werden: Crushead hört nach 10 Jahren auf und das nicht still und heimlich sonder mit einem Festival das sich gewaschen hat.
Doch bevor es losgehen sollte war noch einmal „Gute Nacht“ angesagt.

Freitag:

Das restliche Zeug hab ich noch schnell gepackt und dann wurde ich pünktlich um 12Uhr abgeholt. Bis dann auch noch die Kathrin im Auto war und unser Gepäck auch, hat es zwar erstmal eine Weile gedauert, aber losgekommen sind wir dann doch sehr schnell. Es ist übrigens unglaublich, was man für zwei Tage Festival alles braucht. Ich kam mir vor wie eine Woche Campen.
Auf jeden Fall ging es Richtung Metzingen und unser Navi hat uns auch zielsicher gelotst. Wären da nur nicht immer diese Umleitungsschilder gewesen. Nürtingen war komplett zu und so haben wir statt einer halben Stunde eineinhalb Stunden gebraucht. Am Ende sind wir nämlich doch auf der Autobahn gelandet, tja hinterher ist man immer schlauer.
In Metzingen angekommen standen wir erstmal etwas ratlos an einer Kreuzung, zum Glück stand neben uns ein Auto, dass genauso vollgeladen war wie wir und die Mädels wussten auch wo es langgeht. Wie es sich dann später herausgestellt hat, waren das unsere Zeltnachbarn, die sich dann selber auch noch mal verfahren haben.
Am Stadion angekommen haben wir erstmal unser ganzes Zeug zum Campingplatz geschafft, oder besser gesagt es wurde gefahren. Ein netter Herr mit Auto + Anhänger hat uns unser Gepäck die 50 Meter hochgefahren. Danke noch mal.
Wir haben dann schnell unsere Einlassbändel abgeholt, leider keine Stoffbändel für unsere Armbandkollektion, und das Zelt aufgebaut.
Da es richtig heiß war und wir natürlich total faul, hat es eine Weile gedauert bis wir uns aufgerafft haben und runter zum Crushkick sind. Vielleicht muss ich dazu sagen, dass wir nicht wirklich Fußballfans sind. Da ich mir aber fest vorgenommen hab, hier was zu schreiben, haben Kathrin, Simon und ich uns doch Fußball angeschaut. Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass der Crushkick ein bisschen größer aufgezogen wird. Denn es war nur ein kleines Feld und nicht wirklich Bänke oder ähnliches aufgebaut, aber man muss dazu sagen, dass das Publikum auch ein bisschen Mangelware war.
Besonders viel kann ich jetzt nicht zu den einzelnen Spielen sagen, weil ich einfach nicht genug aufgepasst hab dafür, aber ein großes Lob an alle, die mitgespielt haben, unter anderem Freequency, Warumontag, Eichenkreuz Dettingen und natürlich Crushead.
Sogar die Jungs von Ararat haben sich das nicht entgehen lassen und das obwohl sie am Samstag noch nicht mal gespielt haben und zu der D:projekt-Community muss man sagen, dass sie sehr mutig waren, mit sehr vielen Mädels die Mannschaft gebildet haben und sehr gute Verlierer sind (11:0 verloren). Für jedes Tor haben Sponsoren Geld für einen guten Zweck gespendet und so ist das mit den vielen Toren auch nicht schlimm.
Als dann das letzte Spiel auch aus war, haben wir uns langsam aber sicher mal zum Festivalgelände begeben. Dort hat sich vor einem riesigen Zirkuszelt nach und nach eine Schlange gebildet. Da wir sehr weit vorne standen, haben wir das mit dem auf dem Gelände umschauen auch auf später verschoben, denn wir wollten gute Plätze, die wir auch bekommen haben, als punkt 19.30Uhr Einlass in das Zelt war. Drinnen war alles, wie es sich für eine Galanight gehört, bestuhlt. Ich schätze es hatte Platz für ungefähr 600 Leute und das Zelt war auch sehr voll. Bis zum Auftakt hat DJ PeterPan seine Platten aufgelegt. Die Moderation, in Anzug, hat nach und nach alle Künstler angesagt. Ich würde ja gerne noch die Reihenfolge zusammen kriegen, aber ich glaub ich würde alles nur verdrehen und vertauschen. Ich weiß nicht wie ich das immer schaffe. Kathrin und ich haben am selben Abend noch versucht alles aufzuschreiben, aber wir haben es nicht hinbekommen. Naja es muss auch so gehen.
Als erstes hat Claas P. Jambor gespielt und mit seiner rauchigen Stimme hat er es schon mal gut verstanden, das Publikum auf den kommenden Abend vorzubereiten. Insgesamt hat er drei Lieder gespielt, unter anderem auch Jesus in me. Auch Mr. Joy hat es verstanden seine Gäste zu verzaubern und nebenbei auch noch von Jesus zu erzählen. Allerdings muss man sagen, dass wenn man, so wie ich, seine Show schon ein paar Mal gesehen hat, es langsam langweilig wird und leider hat er eine Nummer verpatzt, so dass man sehr gut sehen konnte, was der Trick dahinter war. Auch Claus-Peter Eberwein hat das Publikum musikalisch unterhalten und mir persönlich haben die Songs sehr gut gefallen. Für die Bewegung und den Humor haben Super Zwei gesorgt. Mit ihrer Bühnenshow haben sie alle Leute in ihren Bann gezogen und sie haben auch ein bisschen mit dem Publikum gespielt. Was mir sehr gut gefallen hat, war beim zweiten Auftritt das Improvisieren, da das Mikro nicht so gehalten hat, wie es sollte und man so natürlich schön auf die Technik schimpfen kann. Allerdings muss man sagen, dass es in Sachen Mikro wirklich öfter mal eine Panne gab, dafür hat sich die Veranstaltungstechnik in Sachen Lichtshow richtig ins Zeug gelegt. Das muss man ihnen lassen, das war wirklich der Hammer. In der Pause hat DJ Peter Pan noch mal was von sich hören lassen und dann kam die KingFamily. Wie die Moderation uns hat wissen lassen, war die Band vor der Pause noch nicht da, aber The Last Show konnten selbst sie sich nicht entgehen lassen und so haben wir drei sehr gute Songs gehört. Vor allem der Song Carry me Home hat mir sehr gut gefallen, weil die KingFamily im Wohnwagen lebt. Aber worauf sich alle an diesem Abend gefreut haben war sicherlich nicht KingFamily, sondern nur eine Band: Crushead!
Ganz in weiß haben sich die Jungs präsentiert und was soll ich sagen. Die Show war einfach nur grandios. Ich bin so froh da gewesen zu sein. Ich werde wohl kaum alles beschreiben können aber ein paar Momente und Lieder möchte ich trotzdem hervorheben.
Yes hat mir sehr gut gefallen und nicht nur weil ich das Lied persönlich sehr mag, sondern auch weil das Publikum den Part „gimme a yes“ so laut gesungen hat, dass man hätte meinen können der Patrick singt ins Mikro.
Nach Reason to Jump, bei dem übrigens die Meisten aufgestanden sind um den Song wortwörtlich zu nehmen, hat die Menge bestimmt 3 Minuten geklatscht, gepfiffen und gejubelt und Patrick nicht zu Wort kommen lassen. Ich glaube er hatte echt Tränen in den Augen. Als er dann meinte, dass wir als Publikum es ihm damit echt schwer machen zu gehen, ging es natürlich gleich wieder los. Ich glaube wenn die Fans mit ihrem Applaus Crushead zum Bleiben hätten bewegen können, sie hätten es gemacht. Den letzten Song, den ich erwähnen möchte ist In my Fathers Hands, weil ich finde, dass dieser Song unglaublich geklungen hat und er einer der Songs ist, die am deutlichsten zeigen, für wen Crushead 10 Jahre lang Musik gemacht hat, für Gott.
Was mich auch noch zum schmunzeln gebracht hat, war als Patrick die anderen Sänger und Musiker vorgestellte und einmal das komplette Streichorchester Junge Sinfonie Reutlingen namentlich vorgestellt hat. Eines der Mädchen hat so den Kopf geschüttelt als könnte sie nicht glauben, dass man ihren Namen weiß.
Als das letzte Lied gespielt war, wollte das Publikum Crushead nicht gehen lassen und so wurde über 10 Minuten geklatscht und Zugabe gerufen, so was hab ich noch nie erlebt. Alle sind gestanden und wenn die Moderation nicht erklärt hätte, dass wirklich Schluss ist, hätte das Publikum auch noch 20 Minuten so weiter gemacht. Doch aus ist aus und man konnte sich ja darauf vertrösten, dass es morgen weiter gehen würde.
Irgendwie haben wir dann auch wieder in der Dunkelheit zu unserem Zelt gefunden und weil noch keiner ans Schlafen denken konnte haben Kathrin und ich uns mir unseren Zeltnachbarn angefreundet, Gitarre gespielt und gesungen, geredet, gelacht und sind irgendwann sehr spät doch mal ins Bett gegangen. Immerhin musste man morgen noch ein JumpRockFestival durchhalten.

Samstag:

Irgendwann um 9Uhr hab ich mich dann doch mal aus dem Bett gequält und mich festivaltauglich umgezogen. Die Kathrin hab ich dann um 10Uhr aus dem Bett geschmissen, weil ich sonst nichts zu tun hatte und endlich mal jemanden zum reden haben wollte. Wir haben dann erstmal ausgiebig gefrühstückt. Man muss dazu sagen, dass neben dem Frühstück nur Pommes meine ganzen Mahlzeiten waren und ich immer noch sehr froh über die Erfindung Kühlbox bin. Bis zum Anfang des Festivals haben wir uns wieder mit unseren Nachbarn unterhalten. Während wir es uns unterm Zelt gemütlich gemacht haben, hat der Himmel auch schon mal angekündigt was er zu Crusheads Abschied zu sagen hat und hat seine Tränen fallen lassen. Vielleicht hätte Crushead am Freitag doch nicht I miss the rain singen sollen. So gegen 13Uhr haben wir uns zum Eingang aufgemacht und dort neben wartenden Fans noch Freundinnen getroffen die sich diese Show auch nicht entgehen lassen wollten. Da diese ihr Zeug noch in unser Zelt verfrachten wollten, haben wir den Anfang von Freequency verpasst. Diese haben schon mal schön Stimmung gemacht und neben ihren eigenen Songs, auch aus ihrem neuem Album, auch Lieder wie Trading my Sorrows gespielt. Ein glücklicher Zuschauer hat sogar ein T-shirt geschenkt bekommen und ich hab schon mal angefangen mich über meine kleine Digicam aufzuregen und alle Fotografen um ihre schöne Spiegelreflex zu beneiden. Trotz allem hab ich mich das ganze Festival lang drum bemüht mehr oder minder gute Fotos zu machen, so gut wie das halt ging.
Als nächstes auf dem LineUp standen Tash, die im Weltfinale des Emergenza-Wettbewebs stehen. Die Musik ansich fand ich sehr gut, allerdings haben die Jungs sehr wenig Kontakt zum Publikum aufgenommen. Als nächstes auf dem Programm standen D:projekt und so haben wir uns wieder zum Zelt begeben. Dort hat sich auch schon eine Menge versammelt und mitgerockt. Sehr cool war auch die Übersetzung von Reason to Jump ins Deutsche. Wer hätte gedacht, das Crushead auf Deutsch so gut klingen kann. Die Fans hat es auf jeden Fall gefreut und mitgesprungen sind auch alle. Das Lied sollten die Jungs öfter mal spielen und Crushead würde es sicher auch nicht stören. Nach D:Projekt ging es wieder nach draußen zu der Nebenbühne. Es war wirklich ein ständiges hin und her, weil die Bühnen sich immer abgewechselt haben, damit genügend Zeit zum Umbauen war. Kathrin und mich hat es nicht gestört, weil sich keine Band überschnitten hat, nur wer von der Talkbühne was mitbekommen wollte musste sich von den Bands losreißen.
Auf der Nebenbühne stand jetzt Kashew. Mit seinem eher Country-mäßigem Gesang ist er von der Stilrichtung her wohl eher eine Ausnahme gewesen und hat so auch das Publikum nicht so ganz angesprochen. Das muss aber nichts heißen, mein Stil war es bloß auch nicht und so haben Kathrin und ich uns doch mal auf ins Essenszelt zur Talkbühne gemacht. Dort wurde grade Verra Cruz auf den Zahn gefühlt. Allerdings muss ich eines anmerken. Wenn man schon die Fragen auf Deutsch übersetzt, sollte man doch auch die Antworten übersetzten.
Das Interview ging aber auch nicht lang und so ging die Reise einmal weiter ins Zelt auf der gleich Make Up Your Mind spielen sollte. Irgendwie hab ich sogar einen Platz ganz vorne bekommen, damit ich es auch mal schaffe bei den Holländern zu sehen, was auf der Bühne passiert. Die haben allerdings noch ein bisschen an der Lautstärke gefeilt, bevor es dann richtig losging.
Die sieben Jungs haben mal wieder eingeheizt und die Menge zum pogen gebracht, allerdings waren sie musikalisch ein bisschen angekratzt, weil der Gitarrist Bram nicht dabei war. MUYM-Fans werden sicher bemerkt haben, dass neben der Gitarre auch die backvocals ein bisschen geschwächelt haben. Wir sind dann auch gleich nach dem letzten Lied hinter das Essenszelt gegangen, wo ein Zelt für die Verkaufsstände der Bands stand, um MUYM zu fragen, was sie mit Bram gemacht haben und so haben wir neben den Buttons, die die Jungs endlich wieder in ihrem Sortiment haben, die Antwort bekommen, dass er auf einer Hochzeit ist und somit nicht spielen konnte.
Wir sind allerdings schnell wieder zur Nebenbühne gegangen um Warumontag nicht zu verpassen. Diese haben sich schon eingespielt und waren schon kräftig am Rocken. Obwohl es noch relativ trocken war, wollte ich bei dem Matsch nicht unbedingt in der Wall of Death drinstehen, die die Jungs angeordnet hatten. So hab ich mich auf das Foto machen beschränkt. Außerdem ist irgendwas am Schlagzeug oder am Schlagzeugverstärker kaputt gegangen, was die Technik dann noch fixen musste. Nach den 30 min sind wir dann wieder zurück ins Zelt, wo die Band Baff sich extra für Crusheads Last Show wieder zusammengetan hat um zu spielen und Good Bye zu sagen und so wie es aussah sind auch ein paar alte Baff-Fans wiedergekommen, denn die Lieder wurden sehr gut mitgesungen. Man hat der Band auf jeden Fall angesehen, dass sie das Bühnenfeeling sehr genossen haben und verlernt haben sie in der Zeit auch nichts, denn an Stimmung hat es nicht gefehlt. Das LineUp konnte sich auf jeden Fall sehen lassen, was die nächste Band nur bestätigt. Arson hat trotz Regen gerockt und auch mir hat die Musik nach zwei drei Songs gefallen. Auch die Jungs hatten wieder Probleme mit dem Schlagzeug und so wurde kurzerhand improvisiert. Mir hatte der Song fast ohne Schlagzeug besser gefallen als mit, trotzdem war es gut, dass die Technik wieder alles repariert hatte. Das Schlagzeug war also wieder einsatzfähig und die Menge war sowieso am rocken und headbangen. Nach der halben Stunde kann ich wohl sagen, ich bin Arson-Fan geworden.
Weiter ging es mit VerraCruz, wo Kathrin und mir schon vorrausgesagt wurde, dass die Band uns nicht gefallen würde, weil sie zu rockig sei. Die Aussage traf leider zu, aber ehrlich gesagt nicht unbedingt weil die Jungs zu rockig waren, sondern weil sie sehr eintönig waren. Aber das ist ja nur mein Geschmack und der muss nicht unbedingt was heißen. Ich hab mir allerdings auch nur drei Lieder angehört und bin dann raus in den Regen, weil Nulltarif auf der Nebenbühne spielen sollte und unsere Zeltnachbarn sehr große Fans sind. Ich hatte also genug Neugierde um 20 Minuten im Regen zu stehen. Nulltarif hat schon mal die Monitore und Mikros an Lautstärke regeln lassen und ich hab schon mal einen Vorgeschmack der Band bekommen. Während dessen hab ich mir auch noch nasse Füße geholt und es geschafft zu einem Tropfhahn zu werden. Aber es hat sich gelohnt. Nulltarif hat trotz Regen Stimmung gemacht und die Songs sind wirklich klasse. Deshalb bin ich jetzt auch noch um zwei Nulltarifbuttons reicher.
Mit Nulltarif war die Nebenbühne geschlossen und auf der Hauptbühne hat Judy Bailey Stimmung gemacht. Sie war die Person, auf die ich am meisten gespannt war, da sie ja in Australien beim Weltjugendtag gespielt hatte. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Judy Bailey hat es wirklich drauf Stimmung zu machen und das Publikum in Bewegung zu halten. Während einem ihrer Songs hat das ganze Publikum nach ihrer Pfeife getanzt und ist zur Seite gegangen oder hat im Kreis getanzt. Ich hätte am liebsten Salsa getanzt. Der letzte Song war Jesus in my House, der auch lautstark vom Publikum mitgesungen wurde. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht und ich hoffe ich komme noch mal auf ein Konzert von ihr. Doch auf was alles an diesem Abend hingespielt wurde war ein einzigartiges Konzert, das man so schnell sicher nicht mehr vergisst. Denn Crushead hat zum letzten Mal die Bühne gerockt und das nicht nur irgendwie, sonder mit Volldampf. Zwei Stunden lang gaben die Jungs ihre besten Lieder noch mal zum Besten. Das Zelt war voll, es waren bestimmt über 4000 Leute da, die alle nicht stillstehen konnten, sondern als Crushkids noch mal alles gegeben haben. Yes wurde wieder vom Publikum mitgesungen und teilweise wurde der Patrick übertönt. Ich bin mir sicher, dass ein paar von den Leuten am nächsten Morgen keine Stimme mehr haben. Bei Crushkids haben die Crushkids ihrem Namen noch mal alle Ehre gemacht. Crushead hat auch einige sehr gute Zugaben gespielt. Das Publikum hat sich unter anderem lautstark Kumba ya my lord gewünscht, was dann auch gespielt wurde und Reason to jump durfte auch nicht fehlen. Trotz allem hat Patrick es nicht versäumt noch mal zu sagen, das selbst wenn Crushead aufhört, Gott nie aufhören wird einen zu lieben und das man sie immer wieder irgendwo treffen kann, sei es auf Festivals als Gastmusiker, Moderatoren oder einfach nur als Zuschauer und wer sie anquatscht, der darf auch gerne mit ihnen über die alten Zeiten reden. Ich bin mir sicher, dass das einige Fans in Anspruch nehmen werden. Patrick hat auch noch mal allen Leuten gedankt, die mitgeholfen haben das Festival zu organisieren und als dann die Menge „Wir danken euch“ gerufen hat, hatte Patrick wieder Tränen in den Augen und ich bin mir sicher, dass nicht nur ich mit den Tränen kämpfen musste.
Mit einer Rose in der Hand, geschenkt bekommen vom Organisationsteam und mit einem Festival, das den Namen Crushead so schnell nicht vergessen werden lässt, haben sich die Jungs verabschiedet.
In strömenden Regen haben Kathrin und ich dann unser Zelt aufgesucht und es geschafft in der kurzen Zeit vom Festplatz zu unserem Zelt triefend nass zu werden. Dass ich überhaupt noch laufen konnte find ich erstaunlich, meine Füße haben so weh getan. Wir sind dann auch erledigt und todmüde ins Zelt gestolpert und haben bis morgens gepennt.

Sonntag
Irgendwann um 8.30Uhr bin ich aufgewacht und hab meine zwei Mitbewohner aufgeweckt. Ich glaub so schlimm haben meine Haare echt noch nie ausgesehen. Aber was solls, es hatte sich gelohnt und das Zelt war auch schnell abgebaut. Wir haben uns dann noch schnell verabschiedet und das Frühstück ins Auto verlegt. Nach einer knappen Stunde lag ich dann sogar wieder im Bett und habe weitergeschlafen, zwar mit kaputten Füßen aber mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Immerhin durfte ich ein Festival miterleben, das Geschichte schrieb und ich durfte ein letztes Mal Teil der Crushkids sein. Danke Crushead für 10 Jahre Crunch n’Roll.

Ich hab grad einen Brief bekommen, auch wenn er ned handschriftlich ist. Ich will jetzt nicht den ganzen Brief reinstellen, denn die Leute um die es geht und die ihn gelesen haben wissen worum es geht. Trotzdem ist er es würdig in meinem Blog verewigt zu werden. Zumindest ein paar Auschnitte.

Davor möchte ich aber „Danke“ sagen. Danke dafür, dass ich so unglaublich tolle Freunde habe, die sich solche Sorgen um mich machen.
Danke dafür, dass ich immer zu ihnen gehen kann, wenn es mir scheiße geht.
Danke dafür, dass ich mich nicht verstellen muss.
Danke dafür, dass sie mir verzeihen obwohl ich scheiße gebaut hab.
und danke dafür, dass sie mir immer wieder Kraft geben wenn ich selbst keine mehr haben.

Mir schießt grad ein Spruch durch den Kopf, der hier richtig gut passt, obwohl ich ihn schon so oft gehört habe.

Ich hab manchmal das Gefühl, dass ich durchs Leben laufe und meine Freunde ganz selbstverständlich sind, dann aber seh ich Leute, die nicht so großes Glück haben wie ich und nicht so tolle Freunde haben und ich merke wieder wie unendlich wichtig Freunde sind und wie dankbar ich für meine Freunde sein kann. Ich wüsste teilweise nicht was ich ohne meine Freunde machen würde.
Ich wollte meinen Freunden nicht zeigen das es mir schlecht geht, weil ich nicht wollte, dass sie sich Sorgen machen. Ich hatte Angst davor ihnen zu zeigen wie es mir geht, weil ich teilweise dachte, dass meine Sorgen so kindisch und klein sind, dass sie mich auslachen würden oder so was ähnliches.
Inzwischen weiß ich, dass das total Quatsch ist, weil sie sich noch mehr Sorgen machen, wenn ich traurig bin und sie nicht wissen was los ist und weil sie so oder so merken wie es mir geht und für sie dann nur die Ungewissheit ist, was denn mit mir los ist.
Was ich mir nun vornehmen will, ist wirklich zu sagen was mit mir los ist, wenn es mir nicht so gut geht und das ich es nicht mehr verheimliche. Ich will offen sein, weil ich weiß, dass meine Freunde auch für mich da sind wenn es mir schlecht geht und weil sie mich so nehmen wie ich bin, und ob das jetzt traurig oder total aufgedreht ist, ist ihnen egal.

Die paar Zitate möchte ich euch nicht vorenthalten, weil sie mir total wichtig sind:
-Du darfst bei uns immer traurig sein!
-Du sollst einfach wissen, dass ich immer für dich da bin und dann ist es scheiß egal ob es um 3.00 Uhr nachts ist oder um 4.00 oder um 9.00!!!
-Bitte lass uns für dich da sein! Und Mädel wenn du das nicht möchtest dann bitte lass dich von Gott umarmen er ist da und er versteht dich immer! Bete zu ihm denn er ist da!

Die Liebe ist geduldig und freundlich. Sie kennt keinen Neid, keine Selbstsucht, sie prahlt nicht und ist nicht überheblich. Liebe ist weder verletzend noch auf sich selbst bedacht, weder reizbar noch nachtragend. Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt. Diese Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles und hält allem stand.
-Die Bibel 1. Korinther 13,4-7 (Hoffnung für alle)

Ich bete für so eine Liebe und hoffe, dass ich sie eines Tages auch mal erfahren darf. Ich glaube daran, mit meinem ganzen Herzen und ich bin mir sicher, dass irgendwann der Tag kommen wird. Und auch, wenn ich sie nicht auf Erden finde, so weiß ich doch, dass Gott sie mir schenkt. Seine Liebe ist undendlich und dafür bin ich unendlich dankbar.

Die Hummel hat 0,7 qcm Flügelfläche bei 1,2 Gramm Gewicht. Nach den Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, dass die Humel fliegen kann. Aber die Hummel weiß das nicht und fliegt trotzdem.

Da sieht man mal wieder, dass Gott einfach schlauer ist.