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Wenn du versuchst, so zu leben, wie Gott dich gemeint hat,
wenn du dein ursprüngliches Bild in dieser Welt sichtbar werden lässt,
dann trägst du dazu bei, dass diese Welt heller und heiler wird.
Wenn wir miteinander so leben, wie Gott es uns zutraut,
dann werden wir immer mehr die Nacht dieser Welt erleuchten
und zu Lichtträgern der Hoffnung werden.
Dort wo du lebst,
leuchtet dann mitten in der Nacht ein Stern,
auch wenn er noch so klein ist.
Aber dieser eine Stern verwandelt die Nacht.
- Anselm Grün
Ich wünschte, dass die Welt farblos wäre. Denn dann würde es kein Schwarz und kein Weiß geben. Kein Rot und kein Gelb.
Die Menschen würden nicht sagen: „Du bist anders.“ Sie würden nicht sagen: „Ich mag deine Religion oder Kultur nicht.“ Sie würden blind durch die Welt gehen und die Unterschiede nicht sehen.
Ich wünschte, dass die Welt farblos wäre. Denn dann würde es kein Groß und kein Klein geben. Kein Dick und kein Dünn.
Die Menschen würden nicht denken: „Ich bin besser als du“. Sie würden nicht denken: „Was ich tue ist richtig und was du tust ist falsch.“ Sie würden blind durch die Welt gehen und die Differenzen nicht sehen.
Ich wünschte, dass die Welt farblos wäre, denn dann wären Liebe und Zwischenmenschlichkeit keine Herrausforderungen mehr.
Ich wünschte, dass die Welt farblos wäre, dann würde man nicht mehr so auf das achten, was vor Augen ist, sondern auf das was einem das Herz sagt. Man würde seine Ohren einsetzten, mehr reden und zuhören. Auch bei Menschen die nicht so aussehen, wie man selbst.
Ich wünschte, dass die Welt farblos wäre. Denn dann würden die Farben des Hasses, der Angst und des Krieges verschwinden. Ich wünschte, dass die Welt farblos wäre.
Ich wünschte, dass sie farblos wäre.
Farblos …
Wenn Menschen euch das Leben schwermachen, so betet für sie, statt ihnen Schlechtes zu wünschen. Wenn andere fröhlich sind, dann freut euch mit ihnen. Weint aber auch mit den Trauernden. Seid einmütig untereinander und streitet euch nicht. Versucht nicht immer wieder, hoch hinauszuwollen, sondern seid euch auch für geringe Dinge nicht zu schade. Hütet euch vor Selbstüberschätzung und Besserwisserei.
Vergeltet niemals Unrecht mit neuem Unrecht. Seid darauf bedacht, allen Menschen Gutes zu tun. Soweit es irgend möglich ist und von euch abhängt, lebt mit allen Menschen in Frieden.
- Römer 12, 14-18 (die Bibel)
Beitrag zum Thema Unterm Strich nicht einheitlich beim JAT in Albstadt (Ostern 2010)
Ich weiß nicht, wo das Leben mich hinträgt. Ich weiß nicht, wo mein Weg weitergeht, wenn ich die nächste Kurve erreicht habe. Er ist voller Kurven. Denn wenn ich genau wüsste wo ich hinkomme, würde ich umdrehen und einen anderen Weg gehen. Aber das muss ich nicht. Ich muss meinen Weg nicht verlassen. Ich kann weitergehen und abwarten, wohin mich meine Füße tragen. Es macht nichts wenn ich durch dunkle Wälder gehen muss. Auch Seen, Flüsse, Täler und Berge kann ich überwinden, wenn ich darauf vertraue, dass dieser Weg der Richtige ist. Wenn ich weiß, dass nach einem Wald wieder eine Wiese kommt und über jeden reißenden Fluss eine Brücke führt.
Darauf vertraue ich, denn ich gehe einen Weg nicht alleine. Das Leben hat mir seine Begleiter zugesandt. Freunde, die mich unterstützen. Die mich tragen, wie Engel, wenn ich selbst nicht mehr weiter laufen will. Freunde, jeder Einzelne ein Geschenk, das mir alles bedeutet. Ein Geschenk, so wertvoll, dass kein Geld der Welt dafür aufwiegen kann. Freunde, Menschen, die mir immer wieder zeigen, dass es sich lohnt diesen Weg zu gehen.
Das Leben hat mir Begleiter zugesandt, wie meine Familie, die hinter mir steht und mich auffängt, wenn ich fallen sollte. Ein Schatz, der schon von Anfang an da war, selbst dann schon, als ich nicht mal wusste, dass ich einen Weg zu gehen habe. Sie haben mich auf diesen Weg gebracht und mir auf die Beine geholfen, als ich anfing zu stehen und zu gehen.
Doch das Leben hat mir noch einen Begleiter zugesandt. Jesus. Ein Freund, ein Vater, ein König, der diesen Weg mit mir geht und ihn kennt. Der mich vor jedem Stein bewahren kann, der mich zu Fall bringen will und der mir lächelnd Mut macht weiter zu gehen, auch wenn ich Angst davor habe. Er ist da, auch wenn sonst keiner mehr da ist. Er hilft mir wenn es kein anderer kann. Er zeigt mir, dass dieser Weg genau der Richtige für mich ist. Er ist der, der am Anfang neben meiner Familie stand und mich auf diesen Weg begleitet hat. Er ist der, der neben meinen Freunden steht und meinen Weg mit mir geht. Er wird auch der sein, der am Ende des Weges mit offenen Armen da steht und sich freut, dass ich endlich angekommen bin. Er wird da sein und mich empfangen und ich werde auf meinen Weg zurückblicken und mich freuen, dass ich ihn bis zum Ende gegangen bin.
Es ist nichts Außergewöhnliches passiert. Ich bin nicht auf einem Konzert oder irgendeiner cooler Veranstaltung. Es ist nicht Weihnachten oder mein Geburtstag, aber trotzdem fühle ich mich beschenkt. Weil das Leben so unglaublich ist und so viele Überraschungen für einen bereithält. Weil mir grade klar geworden ist, was für ein Glück ich mit meinem Leben habe. Weil mir klar geworden ist, was für ein Glück ich habe, so leben zu können wie ich lebe und dass es nichts wundervolleres gibt, als in diesem Leben etwas zu haben, dass mir immer wieder Hoffnung gibt. Dass Gott immer auf mich aufpasst und mir zeigt, dass das Leben extra für mich gemacht wurde. Dass dieser, ja genau dieser Tag, dafür da ist, dass ich mein Leben genieße, etwas aus jeder Stunde, Minute und Sekunde mache und das es nichts auf dieser Welt gibt, dass Gott davon abhalten könnte mir so ein Leben zu schenken.
Das zu sehen ist nicht immer leicht, aber wenn man mal genau hinschaut, sieht man, dass Gott das Leben in jedem Gegenstand geschaffen hat. In der Sonne, die jeden Tag scheint, in den Sternen die auch nachts leuchten und dir zeigen, dass die Welt nicht dunkel ist. Aber auch in der Musik, die mich schon mein ganzes Leben lang begleitet und die mir so unendlich wichtig ist. Weil Musik so viel ausdrücken kann. Wenn ich daran denke, wie wenig Worte bewirken, im Gegensatz zur Musik, dann lässt mich die Musik ein kleines Stück von Gottes Herrlichkeit erahnen. Wenn die Klänge im Raum schweben und die Herzen der Menschen berühren, dann ist Gott ganz sicher da und dann bin ich jedes Mal wieder ganz sicher, dass ich, trotz aller Kritik, trotz allen Menschen die mich auslachen und mich für verrückt erklären, auf Gott vertrauen kann. Wenn die Musik mir ein Lächeln auf das Gesicht zaubert, dann weiß ich ganz genau, dass sich Gott hinter den Tönen versteckt und sich über mein strahlendes Gesicht freut.
Wenn ich Musik höre und diese mich berührt, dann weiß ich warum dieses Leben etwas ganz besonderes ist und warum ich jede Sekunde genießen will und kann. Das Leben hält noch so viel für mich bereit, dass ich glücklich und voll Vertrauen in die Zukunft blicke, auch wenn ich nicht weiß was alles noch passieren wird. Das Leben, die Musik und Gott passen auf mich auf, warum sollte ich dann Angst vor dem, was noch passiert, haben? Ich sehe jeden Abend die Sterne und das reicht mir um zu wissen, dass ich nicht alleine bin.
P.S.: Ich wünsche allen einen schönen 2. Advent und einen fröhlichen Nikolaustag.
Eigentlich ist es doch normal Gott nicht zu verstehen. Zumindest nicht immer. Ich versteh ihn grad nicht. Aber ich vertraue … immer noch.
Und wenn ich ewig warten muss. Und wenn es einfach nicht so sein sollte. Ich hab glaube ich grade in diesem Moment begriffen, dass es egal ist was passiert, so lange es Gottes Wille ist. Wenn er es so will, dann soll es auch so sein, weil er einfach viel mehr Ahnung hat was gut für mich ist als ich. Wenn er meint, dass es nicht so sein soll, dann nehm ich das so hin. Wenn er mich noch warten lassen will, dann wird Jesus seine Gründe dafür haben. Ich habe damals Gott zugestanden, dass in allen Liebes- und Beziehungssachen nicht mein sondern sein Wille geschehe und ich werde diese Entscheidung auch nicht zurücknehmen. Warum sollte ich auch wenn er doch so viel besser weiß was gut für ich ist. Warum sollte ich ihn dann in der wichtigsten Sache die es auf dieser Welt gibt außen vor lassen?
Ich will nicht mehr an zwei Stricken auseinandergezogen werden. Ich will diese Hoffnung, Sehnsucht und vielleicht auch den Irrglauben, dass ich allein irgendetwas entscheiden könnte endlich loslassen. Ich will aufhören zu zweifeln ob Gott nicht einen Fehler macht oder warum mal wieder ich darunter leiden muss. Ich will nicht die Liebe, die ich grade habe und so deutlich wie noch nie spüre aufgeben, sondern sie endlich und entgültig in Gottes Hand legen. Er wird schon das Beste daraus machen. Denn wenn nicht er, wer sonst?
Gott hilft uns nicht immer am Leiden vorbei, aber er hilft uns hindurch.
- Johann Albrecht Bengel
