Frohe Weihnachten

Draußen liegt Schnee und alles ist weiß. Überall hängen Lichterketten und inzwischen steht auch in jeden Haus ein Weihnachtsbaum, der festlich geschmückt ist. Wer weiß, bei wem welche Geschenke drunter liegen. Im Radio laufen Lieder wie „Last Christmas“ oder „Feliz Navidad“. Die letzten Vorbereitungen werden noch getroffen. Die Freunde und Verwandte werden angerufen und jedem wird heute ein „Frohes Fest“ gewünscht. Es ist Weihnachten, dass ist inzwischen jedem klar.

Aber vergessen wir zwischen all dem Trubel, all dem gutem Essen, all den Geschenken und all den Lichterketten nicht etwas ganz essentielles?
Denn wer denkt heute, an diesem besonderen Tag, noch an das, was diesen Tag eigentlich so besonders macht? Alle Menschen feiern heute Weihnachten, aber wie viele feiern heute Geburtstag? Jesus wird heute 2009 Jahre alt und fast keiner denkt mehr dran.
Wie es wohl damals ausgesehen hat? So vor 2009 Jahren? War es genauso kalt wie es heute ist? Das ist in Jerusalem wohl fraglich gewesen. Aber trotz allem, so angenehm wie wir hatte es Maria damals sicherlich nicht, als sie in einem Stall ihren Sohn zur Welt gebracht hat. Sie hatte damals kein Krankenhaus, keine ärztliche Hilfe, noch nicht mal eine richtige Wohnung. Alles was sie hatte, waren die Tiere, ihr Mann, eine Krippe und eine unbrechbare Hoffnung, dass alles gut wird.
Ich glaube Maria war unendlich glücklich, als sie ihr Kind in den Armen hielt. Ich glaube in dem Moment, als sie ihren Sohn zum ersten Mal sah, war alles vergessen. Ich glaube in diesem Moment war es ihr egal, dass sie ihren Sohn in einem Stall zur Welt bringen musste, dass sie keine richtigen Klamotten für ihn hatte, dass es vielleicht kalt und dreckig war. In dem Moment, als sie Jesus in den Armen hielt, war alles was Maria empfand eine unendliche Liebe, die nur eine Mutter empfinden kann.

Dieses einzigartige Ereignis, dass in dem Moment, als es geschah, damals vor 2009 Jahren, gibt uns den Anlass heute, alle Jahre wieder Weihnachten zu feiern.
Wenn wir nicht vergessen, was damals passierte, in der Nacht, in einem Stall in Jerusalem, dann können wir heute beruhigt Weihnachten feiern, unsere Geschenke auspacken und das gute Essen genießen. Weil alles was zählt, heute an diesem Tag, die Liebe ist, die uns an so einem unbedeutendem Tag geschenkt wurde. Diese Liebe lässt Weihnachten von einem unbedeutendem zu einem bedeutenden Tag werden.

Ich wünsch euch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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Nichts passiert, aber beschenkt

Es ist nichts Außergewöhnliches passiert. Ich bin nicht auf einem Konzert oder irgendeiner cooler Veranstaltung. Es ist nicht Weihnachten oder mein Geburtstag, aber trotzdem fühle ich mich beschenkt. Weil das Leben so unglaublich ist und so viele Überraschungen für einen bereithält. Weil mir grade klar geworden ist, was für ein Glück ich mit meinem Leben habe. Weil mir klar geworden ist, was für ein Glück ich habe, so leben zu können wie ich lebe und dass es nichts wundervolleres gibt, als in diesem Leben etwas zu haben, dass mir immer wieder Hoffnung gibt. Dass Gott immer auf mich aufpasst und mir zeigt, dass das Leben extra für mich gemacht wurde. Dass dieser, ja genau dieser Tag, dafür da ist, dass ich mein Leben genieße, etwas aus jeder Stunde, Minute und Sekunde mache und das es nichts auf dieser Welt gibt, dass Gott davon abhalten könnte mir so ein Leben zu schenken.
Das zu sehen ist nicht immer leicht, aber wenn man mal genau hinschaut, sieht man, dass Gott das Leben in jedem Gegenstand geschaffen hat. In der Sonne, die jeden Tag scheint, in den Sternen die auch nachts leuchten und dir zeigen, dass die Welt nicht dunkel ist. Aber auch in der Musik, die mich schon mein ganzes Leben lang begleitet und die mir so unendlich wichtig ist. Weil Musik so viel ausdrücken kann. Wenn ich daran denke, wie wenig Worte bewirken, im Gegensatz zur Musik, dann lässt mich die Musik ein kleines Stück von Gottes Herrlichkeit erahnen. Wenn die Klänge im Raum schweben und die Herzen der Menschen berühren, dann ist Gott ganz sicher da und dann bin ich jedes Mal wieder ganz sicher, dass ich, trotz aller Kritik, trotz allen Menschen die mich auslachen und mich für verrückt erklären, auf Gott vertrauen kann. Wenn die Musik mir ein Lächeln auf das Gesicht zaubert, dann weiß ich ganz genau, dass sich Gott hinter den Tönen versteckt und sich über mein strahlendes Gesicht freut.
Wenn ich Musik höre und diese mich berührt, dann weiß ich warum dieses Leben etwas ganz besonderes ist und warum ich jede Sekunde genießen will und kann. Das Leben hält noch so viel für mich bereit, dass ich glücklich und voll Vertrauen in die Zukunft blicke, auch wenn ich nicht weiß was alles noch passieren wird. Das Leben, die Musik und Gott passen auf mich auf, warum sollte ich dann Angst vor dem, was noch passiert, haben? Ich sehe jeden Abend die Sterne und das reicht mir um zu wissen, dass ich nicht alleine bin.

P.S.: Ich wünsche allen einen schönen 2. Advent und einen fröhlichen Nikolaustag.